Sängerquartett auf großer Fahrt

Normalerweise sind mehrtägige Ausflüge nur alle zwei Jahre im Programm. Weil jedoch von einem Busunternehmen eine recht günstige Reise angeboten wurde haben wir diesen Rhythmus unterbrochen und eine Fahrt in den Bayerischen Wald nach Waldkirchen in unser Programm aufgenommen.

 

30. August 2013, der erste Reisetag

Etwa um 7.45 fand sich die 45 köpfige Reisegruppe an der Vereinsgaststätte "Zur Krone" ein. Der von der Fa. Beth georderte Setra Reisebus stand schon bereit. Der Fahrer, der sich als Leonhard vorstellte, begann sogleich mit dem Verstauen der Koffer. Er wunderte sich über die doch recht umfangreichen Proviantkisten die ebenfalls verstaut werden mussten. Pünktlich um 7.00 rollte der Bus in Richtung Autobahnanschlussstelle Lorsch davon. Im „ruhigen Fahrwasser“ der Autobahn schenkte der Vorsitzende einen Begrüßungssekt aus und wünschte allen viel Spaß und einen harmonischen Verlauf der Reise. Das Wetter ließ schon am Morgen keine Wünsche offen und wie sich herausstellte, sollte das die nächsten vier Tage so bleiben.

Frühstück auf der Rastanlage Hohenlohe
Frühstück auf der Rastanlage Hohenlohe

 

Über die A67 und später A6 erreichten die Ausflügler die Rastanlage Hohenlohe. Hier wurde erstmals das bewährte Frühstücks- helferteam aktiv. Die mit „Haus- macher" Wurst belegten Brötchen fanden wie immer reißenden Absatz. Dazu wurde Kaffee gereicht der von verschiedenen Frauen schon am frühen Morgen gekocht wurde. Die erste Flasche mit dem obligato- rischen "Verdauerle" machte eben- falls die Runde.

 

Gestärkt ging es wieder in den Bus und die nächste Etappe wurde angegangen. Über die Autobahnen A6 bzw. später A3 erreichten wir gegen Mittag den Omnibusparkplatz in Regensburg. Hier stand die nächste Mahlzeit auf dem Programm. Die Styropoor Boxen mit dem noch warmen Fleischkäse wurde bereitgestellt und Hannelore Feil begann  mit der fachgerechten Aufteilung der Laibe. Dazu wurde Kartoffelsalat angeboten und als Getränk ein frisches Bier aus den gekühlten 5 Liter Dosen. In Ermangelung geeigneter Sitzgelegenheiten suchte sich jeder ein entsprechendes Plätzchen auf einem Stein oder gar im grünen Gras. Auch Hier durfte der abschließende Verdauer nicht fehlen.

Mittagsrast am Omnibus Parkplatz in Regensburg
Mittagsrast am Omnibus Parkplatz in Regensburg

So gestärkt machte sich die Reisegruppe auf den Weg in die UNESCO Welterbestadt Regensburg um diese zu Fuß zu erkunden. Die zur Verfügung stehende Zeit von ca. 2 Stunden war recht knapp bemessen für eine Stadt wie Regensburg. So besuchten die meisten  nur den gotischen Dom St. Peter die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert und die historische „Wurstkuchel“, die wohl älteste Wurstbraterei der Welt.

Regensburg mit Dom St. Stephan und der "Steinernen Brücke" über die Donau
Regensburg mit Dom St. Stephan und der "Steinernen Brücke" über die Donau
Hotel Karoli Waldkirchen
Hotel Karoli Waldkirchen

Am Bus wieder eingetroffen wurde die letzte Etappe für diesen Tag eingeläutet. Noch einmal auf die Autobahn bis Aicha vorm Wald und dann noch einige Kilometer Landstraße bis zu unserem Hotel Karoli in Waldkirchen. Nach dem Verteilen der Zimmer was "unblutig" über die Bühne ging erwartete die „ausgehungerten“ Reisenden ein echt bayerisches Essen. Es wurde nämlich ein köstlicher Schweinebraten mit Klößen und Rotkraut serviert. Als Vorspeise gab es eine Suppe und auch das Dessert fehlte nicht. Im Anschluss an das Abendessen war gemütliches Beisammensein angesagt wobei die Ereignisse des abgelaufenen Tages noch einmal besprochen wurden.

31. August 2013, zweiter Reisetag

Passauer Altstadt mit Stephansdom
Passauer Altstadt mit Stephansdom

Am zweiten Tag unserer Reise erwartete uns die Dreiflüssestadt Passau. Passau liegt am Zusammenfluss der 3 Flüsse Donau, Inn und Ilz und ist mit 50 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Niederbayern. Das Reiseunternehmen hatte bereits ein Fahrgastschiff geordert das an der Anlegestelle auf unsere Reisegruppe wartete. Mit dem Schiff fuhren wir auf der Donau bis zum Zufluss des Inn. Weiter ging die Fahrt etwas den Inn hinauf. Auf diese Weise konnten wir die historische Altstadt, die auf der Landzunge zwischen den zwei Flüssen liegt, von beiden Seiten sehen. Imposant ragt der Stephansdom, der in den Jahren 1280-1325 errichtet wurde, zwischen den Haüsern empor. Der Stephansdom ist der größte Barockdom nördlich der Alpen.

Wieder an Land besuchte ein Großteil der Reiseteilnehmer das alltäglich stattfindende Orgelkonzert im Stephansdom. Die Orgel ist mit 17974 Pfeifen und 233 Registern die zweitgrößte Orgel der Welt. Sie wird nur noch übertroffen von einer Orgel in Atlanta (USA). Von einem Spieltisch aus können insgesamt 5 Teilorgeln gemeinsam gespielt werden.

Am Nachmittag standen noch 3 Stunden zur freien Verfügung. In dieser Zeit konnten sowohl kulturelle als auch kulinarische Bedürfnisse befriedigt werden. Auch zum Spazierengehen entlang der beiden Flüsse und in den Straßen der Altstadt reichte die Zeit.

Die Rückfahrt nach Waldkirchen erfolgte gegen 16 Uhr. Nach einem köstlichen Abendessen spielte ein Alleinunterhalter beliebte Melodien die zum Tanzen animierten.

Innenraum des Passauer Stepansdomes und Blick auf die Hauptorgel
Innenraum des Passauer Stepansdomes und Blick auf die Hauptorgel

1. September, dritter Reisetag

Papst Benedikt aus Wachs
Papst Benedikt aus Wachs

 

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen einer Dreiländer-Rundfahrt. Für diesen Tag hatte sich ein Reiseführer zu uns gesellt, der uns schon im Bus mit einigen Informationen über Land und Leute versorgte und das auch über den ganzen Reiseverlauf so fortsetzte. Die Reiseroute führte uns zuerst in Richtung der österreichischen Grenze. Jenseits der Grenze erreichten wir das oberösterreichische Mühlviertel. Das Mühlviertel mit seinen sanften Hügeln ist eine landwirtschaftlich geprägte Mittelgebirgslandschaft. Im Ort Schägel besuchten wir eine alteingesessene Kerzenmanufaktur. Hier konnte man alles bestaunen was so aus Wachs hergestellt wird. Selbst der alte "Grantler" Hans Moser und Papst Benedikt waren in Lebensgröße als Wachsfigur zu bestaunen.

Landschaft im Mühlviertel
Landschaft im Mühlviertel

 

Weiter ging die Fahrt in Richtung Tschechien und dort zum Nationalpark Böhmerwald. Nach etlichen Kilometern erreichten wir den 1959 gefluteten Moldaustausee. Der See ist  mit 46,5 km² der größte See der Tschechischen Republik. Hier wurde nach der Wende viel Geld investiert um den See zu einem touristischen Anziehungspunkt zu machen. Heute ist der Moldaustausee der größte Wirtschaftsfaktor dieser Region. Wir fuhren auf der Südseite des Sees entlang der Uferstraße bis zur Staumauer die wir in Richtung Nordseite überquerten. Weiter fuhr unser Bus jetzt auf der Norduferseite mit seinen vielen kleinen Ferienorten und Campingplätzen die in den letzten Jahren entstanden.

Feriendorf Lipno am Moldaustausee
Feriendorf Lipno am Moldaustausee

 

Unser nächstes Ziel war Cesky Krumlov, das ehemalige Krummau. Das unter Denkmalschutz stehende, sehenswerte Städtchen ist ebenfalls bei der UNESCO als Weltkulturerbe registriert. Krummau liegt wie die Namensableitung "krumme Au" schon vermuten läßt in einer Flussschleife der Moldau. Krummau ist im 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt worden und hat im Laufe seiner Geschichte schon mehrere Herrschaftsgeschlechter erlebt. Heute ist Krummau ein Zentrum des Kanusports und vor allem des Kanuwanderns.

Das Schloss und die sogenannte Mantelbrücke sind ebenso sehenswert wie die malerischen Gassen mit ihren vielen kleinen Gasthäusern. In Krummau war für die Reisegruppe die Mittagsrast und ca zwei Stunden standen zum Bummeln zur Verfügung.

 

 

Mantelbrücke in Krummau

Moldau und Schloss Krummau
Moldau und Schloss Krummau

 

Nachdem der Bus bestiegen war ging es wieder zum Moldaustausee zurück und von dort in Richtung der deutschen Grenze. Bei Philippsreut fuhren wir wieder auf deutschen Boden und erreichten über Freyung unser Domizil in Waldkirchen.

Nach dem Abendessen und dem obligatorischen gemütlichen Ausklang wurden auf den Zimmern schon wieder die Koffer für die Heimreise gepackt.

2. September, der Tag der Heimreise

Am Montag, nach dem wie immer sehr opulenten Frühstück, herschte auf den Gängen im Hotel reges Treiben. Alle Reiseteilnehmer trugen oder rollten ihre Koffer in Richtung Ausgang wo bereits unser Bus wartete. Nachdem alles verstaut war hieß es Abschied nehmen vom Hotel Karoli.

Donaudurchbruch bei Weltenburg
Donaudurchbruch bei Weltenburg

 

Über Hutthurm, Neukirchen vorm Wald und Aicha vorm Wald erreichten wir die Autobahn A3 die wir, am Kreuz Regensburg, wieder in Richtung München verließen. Nach kurzer Fahrt auf der A93 wechselten wir auf die B16 und fuhren nach Kelheim. An der dortigen Schiffsanlegestelle wartete bereits ein Ausflugsschiff das uns auf der Donau zum Kloster Weltenburg gebracht hat. Die Fahrt ging durch den Donaudurchbruch oder auch Weltenburger Enge genannt die über etwa 5,5 km den Strom einengt. An der engsten Stelle zwängt sich die Donau durch einen nur 110m breiten Spalt der von bis zu 80m hohen Felsen begrenzt wird. Die Kalksteinformationen der Weltenburger Enge tragen phantasiereiche Namen wie z.B. Bischofsmütze, feindliche Brüder, versteinerte Jungfrau, Napoleons Koffer usw.

Kloster Weltenburg mit Donaudurchbruch
Kloster Weltenburg mit Donaudurchbruch

 

 

Im Kloster Weltenburg, einer Benediktiner Abtei die oberhalb des Durchbruchs in einer Donauschlinge liegt, war Gelegenheit ein deftiges Mttagessen mit einem frischen Klosterbier zu sich zu nehmen. Anschließend war noch etwas Zeit die Klosteranlage, die im 7 Jahrhundert  gegründet wurde und das älteste Kloster Bayerns ist, zu besichtigen.

Der Bus der zwischenzeitlich von Kelheim zum Örtchen Weltenburg gefahren war, erwartete uns auf dem für Klosterbesucher ausgewiesenen Parkplatz. Nach einem kurzen Fußweg  (war gut nach dem kräftigen Mittagessen) fand sich die Reisegruppe wieder zur Weiterfahrt am Bus ein.

Altmühltal mit Main-Donau-Kanal
Altmühltal mit Main-Donau-Kanal

Unser Busfahrer chauffierte uns nun durch das romantische Altmühltal weiter in Richtung Heimat. Im Tal der Altmühl, das bei Radfahrern, Kletterern und Wassersportlern sehr beliebt ist, verläuft die Altmühl über weite Strecken parallel zu dem 1992 fertig gestellten Main Donau Kanal. Bei Kinding haben wir das Altmühltal verlassen und sind auf der A9 in Richtung Nürnberg gefahren. Von Nürnberg aus strebten wir auf der A6 der Heimat zu. An der Rastanlage Frankenhöhe wurde noch eine Kaffeeepause eingelegt. Hier wurde auch das obligatorische Gruppenbild gemacht. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir wieder heimatliche Gefilde.

Die Reisegruppe
Die Reisegruppe

Resümee

Alles in allem war diese Fahrt eine gelungene Reise bei herrlichem Wetter, mit guter Unterkunft, guter Verpflegung und schönen Ausflugszielen. Der Busfahrer Leonhard, von dem über die Firma Beth organisierten Reiseunternehmen WiFi hat uns souverän über alle Strecken chauffiert. Der Reiseführer Sepp der uns bei der Dreiländerfahrt begleitete hat uns gut geführt, einiges über Land und Leute erzählt und auch noch mit etlichen Witzen zur Unterhaltung beigetragen. Das Hotelpersonal hat uns bestens bedient und betreut. Rita und Gerd Bauer, die von Vereinsseite aus verantwortlich zeichneten, haben wieder an alles gedacht was einen solchen Ausflug für die Mitreisenden versorgungstechnisch und organisatorisch so angenehm macht.

Ihnen allen herzlichen Dank.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen von unserer Reise.

Zum Anschauen der Bilder auf das kleine Dreieck, unten rechts. klicken.

 

Stand: 28.09.2013

Sängerquartett Liederkranz

Lampertheim - Hofheim

 

Anstehende Termine

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Altpapiersammlungen

Für das Jahr 2020 sind wieder 6 Abgabetermine für Altpapier vorgesehen.

Der Termine sind: :

Samstag, 25. Januar,

Samstag, 28. März, -entfällt-

Samstag, 23. Mai, -entfällt-

Samstag, 25. Juli,

Samstag, 26, September,

Samstag, 28. November.

Wir bitten das Papier gebündelt oder in Kartons anzuliefern.

Helfer zum Entladen sind vor Ort. Verpackungsmittel oder leere Kartonagen können nicht angenommen werden.


Stand: 30.09.2020